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Tanztheater CARPUT MORTUUM
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Buch und Musik
Harald Haack

Harald Haack wurde 1951 in Salzwedel (ehemalige DDR) geboren und wuchs, nach der Flucht der Familie seiner Eltern, in Bremerhaven auf. Sie kamen 1954 in einem Flüchtlingslager unter und mussten dort ein Jahr lang leben. Da Lagerbaracken in jener Zeit stark mit DDT behandelt wurden - dieses Pestizid galt damals noch als ungefährlich für Menschen – wurde die ahnungslose Familie vergiftet, wie die meisten Lagerinsassen. Schon in seiner Schulzeit fiel Harald Haack durch seine Schmächtigkeit auf, eine Folge dieser Vergiftung. Nach der Schulzeit ging er bei einem Fotografen in Bremerhaven in die Lehre. Während seiner Berufsschulzeit entdeckte sein Lehrer Alfons Korsen, der seinerzeit als Meisterschüler beim russischen Maler Wassily Kandinsky am Bauhaus studiert hatte, sein Talent und förderte ihn.

Nach seiner Praktikantenzeit beim NDR-Fernsehen arbeitete Harald Haack als Prüfer im Atlantik-Filmkopierwerk, danach als Kameraassistent, Beleuchter, Aufnahmeleiter, Tontechniker, Trickfilmzeichner und später als Kameramann für Werbe- und Dokumentarfilmproduktionen. 1981 gelang ihm der Sprung in die schreibende Zunft und er gestaltete als freier TV-Journalist für NDR und WDR viele Reportagen, Satiren und Magazin-Beiträge, schrieb auch Erzählungen und Kurzgeschichten sowie Rezensionen für Kulturzeitschriften.

1984 bis 1986 lebte er zeitweilig in Norwegen, wo er für den Münchner List-Verlag einen Bildband auf den Spuren des norwegischen Dichters Knut Hamsun produzierte. In dieser Zeit entstand für einen Hamburger Verlag sein Buch über den dänischen Märchenerzähler Hans-Christian Andersen. Seine Fotos wurden auch in norwegischen Bildbänden und internationalen Magazinen publiziert. Nach zweijährigem Schauspielunterricht begann er 1993 in Großbritannien als Film-Regisseur zu arbeiten. 1996 widmete er sich wieder der Musik und komponierte Ballett-Musik. Im Februar 1997 schrieb er das musikalische Thema von "Carput Mortuum".

Im Oktober 1997 wurde er bei Dreharbeiten in seiner Geburtsstadt Salzwedel mit dem Umweltgift Diuron kontaminiert und erkrankte schwer. Seitdem reagiert sein Körper auf viele Chemikalien, darunter Parfüme, mit lebensbedrohlichen Krankheitssymptomen. Dennoch schaffte er es - mit entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen – noch einmal 1999 in Cornwall und 2000 in Schweden als Kameramann und Regisseur zu arbeiten. Im Juni 2003 traf er während eines Abstechers in die Schweiz in Bern auf Marcel Leemann und entschloss sich spontan zur Zusammenarbeit.

 

 

 

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