Home

Hintergrund
Inhalt
Musik

Statements
Probenfotos

Danksagung
Impressum
Links

Tanztheater CARPUT MORTUUM
Copyright © by carput-mortuum.net
- all rights reserved -

.

Hintergrund

Seit etwa Mitte der Zwanziger Jahre des vorigen Jahrhunderts begann die Parfüm-Industrie synthetische Komponenten zu verwenden. Seit den Siebziger Jahren bestehen Parfüme nur noch daraus. Synthetische Komponenten: Das klingt zunächst harmlos und fortschrittlich, doch bei näherem Hinsehen entpuppen sich solche Komponenten als hochtoxische Lösemittel, deren Dünste mehr oder weniger rein zufällig für menschliche Nasen als "angenehm" empfunden werden. Alle derzeit auf dem Markt angebotenen Parfüme wie auch jene, die in Seifen, Shampoos und Rasierwässer verarbeitet wurden, schädigen Menschen und Tiere in ihrer Gesundheit. Hinzu kommt, dass viele Tiere aggressiv darauf reagieren. Und von solchen chemisch verursachten Aggressionen bleiben auch Menschen nicht verschont.

CARPUT MORTUUM dürfte das erste Tanztheater sein, in dem diese umweltmedizinische und gesellschaftspolitische Problematik verarbeitet wird und es kommt im von der Chemischen Industrie ausgerufenen “Jahr der Chemie”, 2003, erstmalig auf die Bühne. Der Begriff „Carput Mortuum“ wurde einst für ein bis 1920 in Apotheken erhältliches Pigment-Pulver verwendet, das aus zermahlenen Mumien hergestellt wurde. Ein Pigment ähnlicher Tönung ist heute noch gebräuchlich: „Caput Mortuum“ (ohne „r“ im ersten Wort), Es ist ein Eisenoxid-Pigment, auch „Totenkopf“ bzw. „Colkothar“ genannt. Als „Totenkopf“ bezeichneten die Alchimisten früher Jahrhunderte eine Substanz, die als Abfall nach chemischen Experimenten in ihren Tiegeln zurückblieb; sie war ihnen so wertlos wie ein Totenkopf. Wir verwenden den Begriff als Synonym für das Unvermögen vieler Menschen mit toxischen Chemikalien vernünftig umzugehen.

“Was ist kaputter als der Tod?” fragt unser Protagonist keck in dem Stück.

Wissen Sie die Antwort?